Über kognitive und soziale Vielfalt im Innovationsprozess
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Vielfalt und Zusammenhalt. Verhandlungen des 36. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Soziologie in Bochum und Dortmund 2012, Campus, Frankfurt am Main, (2014)

Innovationsfähigkeit gilt in modernen Gesellschaften als zentraler Schlüssel zum Erfolg. Ob im Gewande von technischem Fortschritt, gewinnorientierter Produktvariation, als organisatorische Neuerungen oder kreative soziale Problemlösung: In all diesen Varianten versprechen Innovationen eine Erweiterung der Handlungsmöglichkeiten, Widerstandsfähigkeit gegenüber Krisen oder zumindest die Fähigkeit, dem unumgänglichen Wandel erfolgreich zu begegnen. Ob dabei Vielfalt für Innovationen förderlich ist und zugleich durch Innovationen gefördert werden kann, ist für pluralisierte Gesellschaften eine Schlüsselfrage. Sie bildet den Hintergrund der folgenden Überlegungen, die durch den Call zum Plenum Vielfalt und Zusammenhalt durch Innovation motiviert wurden, wofür ich mich bei den Initiatoren bedanken möchte. In diesem Call wurde die These geäußert, dass die Generierung von Innovationen der Vielfalt bedürfe, während deren Umsetzung offenbar viel stärker auf der Herstellung eines Zusammenhalts zwischen den Beteiligten beruhe. Diese Annahme zu den Voraussetzungen und Umsetzungsbedingungen von Innovationen hat mich zunächst vor allem überrascht, scheint sie doch meinen empirischen Beobachtungen eher zu widersprechen.
  • @alisauhrig
  • @sowi5
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